Sekretariat
Die Schubart-Realschule Geislingen an der Steige informiert:
Übersicht:
Wegweiser
Elterninfo
Erziehungs- und Bildungsauftrag der Realschule
Besonderheit der Realschule
Änderungen seit dem Schuljahr 2004/05
Möglichkeiten nach dem Abschluss der Realschule
Wegweiser:

Sehr geehrte Eltern,
nach vier Grundschuljahren müssen Sie die richtige Entscheidung für Ihr Kind treffen. Mit diesem Informationsblatt wollen wir Ihnen diese Entscheidung erleichtern und Ihnen die Schubart-Realschule / Geislingen vorstellen.
Mit einem Anteil von rund einem Drittel eines Schülerjahrganges kommt der Realschule in Baden-Württemberg eine wichtige Aufgabe im gegliederten Schulsystem zu. Die Übergangsquote von den Grundschulen zu den Realschulen kann in den letzten zehn Jahren als sehr stabil betrachtet werden.
In der Tendenz lässt sich feststellen, dass Eltern vermehrt ihre Kinder auch bei Gymnasialempfehlung in die Realschule schicken, da sie hier eine stärkere Orientierung an der Berufswelt und entsprechende Arbeitsmarktchancen vermuten.
Mit der Realschule haben wir in Baden-Württemberg einen eigenständigen und sehr erfolgreichen Weg der Mitte zwischen Hauptschule und Gymnasium. Mit ihrer optimalen Verknüpfung von Theorie und Praxis, von wissenschaftlichem Lehrstoff und Lebenswirklichkeit entspricht die Realschule den Begabungen und Fähigkeiten eines erheblichen Teils unserer Kinder und ermöglicht ihnen beste Berufschanchen. Die RealschülerInnen sind in hohem Maße bei den Arbeitgebern in Behörden, Industrie und Handwerk akzeptiert.
(Ministerium für Kultus, Jugend und Sport)
Was ist der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Realschule?
Ziel der Realschule ist es, dass Schülerinnen und Schüler für ihre Lebensbewältigung eine Handlungskompetenz in ethischer Verantwortung erlangen. Der sich vollziehende Wandel im Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bedingt allerdings andere Bildungs- und Erziehungsziele als bisher.
Die Frage: „Was soll ein Schüler am Ende seiner Schullaufbahn können?“ führte daher zu einem Bildungsplan, der nicht mehr konkrete Inhalte, sondern Standards ausweist, die am Ende von Klasse 6, 8 und 10 erreicht sein müssen.
Vier Kompetenzfelder – Fachkompetenz, Personalkompetenz, Sozialkompetenz und Methodenkompetenz – kennzeichnen daher den Bildungsplan 2004.
Ergänzend zum deutlich reduzierten Kerncurriculum müssen die Schulen für die verbleibende Unterrichtszeit ein individuelles Schulcurriculum entwickeln, das sich an den Bedürfnissen ihrer jeweiligen Schülerinnen und Schüler orientiert und zur Bildung eines eigenständigen Profils führt.
Der Aufbau des Bildungsplans 2004 gliedert sich in drei Ebenen. Ebene 1 enthält verbindliche Vorgaben (Erziehungs- und Bildungsauftrag, Leitgedanken und Standards der Fächer und Fächerverbünde), Ebene 2 beschreibt Niveauerwartungen, die angeben, in welchem Maß ein Schüler/eine Schülerin den jeweiligen Standard erreicht hat, und Ebene 3 gibt konkrete Umsetzungsimpulse (Konzeptionen zur Umsetzung, Beispiele für Schulcurricula, innovative Projekte, Unterrichtsbeispiele).
In der Kontingentstundentafel sind die zu erteilenden Jahreswochenstunden festgelegt. Die Verteilung erfolgt in Verantwortung der jeweiligen Schule. Durch die Flexibilität erhalten die Schulen pädagogische Freiräume und die Möglichkeit zur Stärkung des Schulprofils, aber auch mehr Eigenverantwortung! (vgl. Anhang!)
Die Realschule vermittelt eine erweiterte allgemeine Bildung als Grundlage für

(bitte anklicken für weitere Informationen)
Die RealschülerInnen sollen eine an Werten orientierte Handlungskompetenz erwerben, über fachliche, methodische, soziale und persönliche Kompetenzen verfügen, die sie schulisch, beruflich und privat im Anschluss an die Realschule benötigen!

Schwerpunkte dieser Bildung sind:
· vertiefte Grundkenntnisse und
· praktische Fertigkeiten sowie
· Befähigung zur theoretischen Durchdringung lebensnaher Sachverhalte und
· der Erwerb von Kompetenzen im methodischen, sozialen sowie persönlichen Bereich.

Die Realschule soll die Schüler zu tieferen Einsichten und zur Zusammenschau von Sachverhalten führen. Dabei fördert sie - ausgehend vom anschaulichen Denken über schematische, modellhafte Darstellungsformen - die Fähigkeit zu abstraktem Denken.



Was unterscheidet die Realschule von den anderen Schularten bzw. Schullaufbahnen?

Das Profil der Realschule auf der Grundlage der Bildungsplanreform 2004:
Der Bildungsplan hat sich zum Ziel gesetzt:
· die Vermittlung von verschiedenen zeitgemäßen Kompetenzen (Schlüsselqualifikationen) zu gewährleisten,
· Grundlagenwissen und Allgemeinbildung zu stärken,
· die Schul- und Unterrichtskultur an den Schulen grundlegend zu verändern und
· die Qualität von Schule und Unterricht zu verbessern und nachhaltig zu sichern
Weniger Stofffülle und weniger Spezialisierung öffnen dabei die erforderlichen Freiräume für die Entwicklung schulspezifischer Konzepte, z.B. für projektorientierte Lernverfahren, für die innere Differenzierung und eine Ausweitung der Fördermöglichkeiten für einzelne SchülerInnen.
Was hat sich seit dem Schuljahr 2004/05 geändert ?
Fächerverbünde
Als Fächerverbünde werden neu geschaffen:
NWA (Naturwissenschaftliches Arbeiten in Biologie, Chemie, Physik) wird 4. Kernfach neben Deutsch, Englisch und Mathematik und EWG (Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde)
Die Fächerverbünde NWA (Naturwissenschaftliches Arbeiten) und EWG (Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde) tragen dazu bei, dass das isolierte Fachdenken reduziert und das Denken in Zusammenhängen gefördert wird (vernetztes Lernen, Lehren, Denken und Handeln in konkreten Bezugssituationen).
Themenorientierte Projekte (TOPe)
Es hat sich herausgestellt, dass SchülerInnen besser und nachhaltiger lernen, wenn ein Thema von verschiedenen Fächern angeboten wird. Aus diesem Grund gibt es vier verschiedene TOPe:
- Wirtschaften-Verwalten-Recht (WVR) – (SchülerInnen lernen alle drei Bereiche innerhalb eines Projekts kennen.)
- Soziales Engagement (SE) – (z.B. Kooperation mit sozialen Einrichtungen)
- Technisches Arbeiten (TA) – (Herstellen von Werkstücken u.a.)
- Berufsorientierung (BORS) – (u.a. einwöchiges Berufspraktikum in Klasse 9)
Darüber hinaus schärfen die themenorientierten Projekte (TOPe) WVR (Wirtschaften-Verwalten-Recht), BORS (Berufsorientierung Realschule), Technisches Arbeiten sowie Soziales Engagement zusätzlich das P r o f i l der Realschule.
Das bewährte Profil der Realschule bleibt. Es wird aber geschärft und aktualisiert:
· Die sechsjährige Schulzeit wird mit der zentralen Abschlussprüfung (mittleren Reife) abgeschlossen.
· Begonnen wird mit der Pflichtfremdsprache Englisch - ab Klasse 5!
· Informationstechnik (Einsatz des Computers in allen Fächern und Klassenstufen) = „Integratives IT-Konzept“!
· Die SchülerInnen können in Klasse 7 aus folgenden Wahlpflichtbereichen wählen
(5. Kernfach bis Klasse 10):

· schrittweise Hinführung der Schüler von konkreten Sachverhalten und Bezügen zum theoretischen Durchdringen lebensnaher Probleme durch weitestgehend entdeckendes, handlungsorientiertes Lernen und schülerbezogene Arbeitsweisen (neue, offene U-formen: fächerverbindender Unterricht, projektgebundene U-formen, „Freiarbeit“, „Lernzirkel“, bilinguales Lehren und Lernen im Team...)
· Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IUK) im Unterricht: Internet- und Multimediakompetenz !
Mit dem Bildungsplan der Realschule sollen grundlegende Kompetenzen vermittelt werden, die den jungen Menschen eine Orientierung in der gegenwärtigen und zukünftigen Welt ermöglichen, beispielsweise die Umsetzung von selbständigem, projektorientiertem und fächerverbindendem Lernen. Diese Veränderungen sollen in einer zeitgemäßen und auf die Bildungsstandards bezogenen Prüfung zum Tragen kommen.
Das Niveau der Abschlussprüfung, mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung der Schülerleistungen in Bezug auf die geforderten Kompetenzen, soll beibehalten werden. Der Prüfungsumfang erweitert sich nicht, sondern verändert sich teilweise in Form und Inhalt, da die Kompetenzen überprüft werden, auf die im Laufe der Realschulzeit gezielt vorbereitet wird.
Nach wie vor wird in den Fächern Deutsch, Mathematik und in der Pflichtfremd-sprache ( Englisch) eine zentrale schriftliche Prüfung abgelegt. Die Aufgaben werden von der Fachlehrkraft und einem Zweitkorrektor korrigiert. Die Gesamtnoten errechnen sich jeweils weiterhin aus dem Durchschnitt der Jahres- und der Prüfungsleistung. Auf Wunsch können sich die Schülerinnen und Schüler, wie bisher, in den schriftlich geprüften Fächern zu einer mündlichen Prüfung melden.
In der ersten Fremdsprache (Englisch) wird im ersten Schulhalbjahr der Klasse 10 die Kommunikationsprüfung EuroKom durchgeführt. Diese Prüfung, mit 15 Minuten Prüfungszeit pro Schüler, wird vom Fachlehrer der Klasse und einem weiteren vom Schulleiter bestimmten Fachlehrer abgenommen. Diese mündliche Kommuni-kationsprüfung zählt künftig gleich wie die schriftliche Prüfung.
Um die Belastungen für die Jugendlichen nicht zu erhöhen, wird die Zahl der bisherigen möglichen mündlichen Prüfungen auf e i n e verpflichtende „Fächerüber-greifende Kompetenzprüfung“ reduziert, in der alle Schülerinnen und Schüler in einer mündlichen Fachprüfung geprüft werden. Inhalt der Kompetenzprüfung ist ein von den Schülerinnen und Schülern selbst gewähltes und bearbeitetes Thema, welches sich auf mindestens zwei Fächer oder Fächerverbünde bezieht.
In den weiteren Kernfächern der Realschule, NWA und Wahlpflichtfach (Mensch und Umwelt, Technik oder 2. Fremdsprache), findet im Rahmen des Regelunterrichts eine Fachinterne Überprüfung statt. Diese ist nicht Bestandteil der Abschlussprüfung.
Das Thema und die vom Fachlehrer überprüften Inhalte und Kompetenzen beziehen sich auf die für die Klasse 10 ausgewiesenen Bildungsstandards. Die Fachinterne Über-prüfung zählt ein Drittel der Jahresleistung, die übrigen im Fach erbrachten Leistungen zwei Drittel.
Wir sind überzeugt, mit dieser Prüfung eine moderne und zeitgemäße Form der Leistungsmessung geschaffen zu haben, die es ermöglicht wichtige Kompetenzen zeigen zu können und damit dem Bildungsauftrag der Realschule gerecht wird.
Auszug aus einem KM-Schreiben an die Schulleitungen RS vom 22.05.2006

Welche Möglichkeiten gibt es nach dem Abschluss der Realschule?
In einem eigenständigen Bildungsgang schafft die Realschule die Grundlage für die späteren praktische Berufe mit erhöhter theoretischer Anforderung, in denen auch Aufgaben mit gehobenen Ansprüchen an Selbständigkeit, Verantwortung und Menschenführung gestellt werden, sowie für eine Vielfalt von schulischen Bildungsgängen:
· Der erfolgreiche Abschluss eröffnet den Zugang zu einer qualifizierten Berufsausbildung in Handwerk, Industrie, Handel, Verwaltung und im sozialem Bereich.
· Der Realschulabschluss ist Voraussetzung für den Eintritt in zwei- oder dreijährige Berufskollegs, die eine berufliche Qualifikation vermitteln und z. T. daneben die Fachhochschulreife anbieten.
· Erfolgreiche Realschulabsolventen können unter bestimmten Voraussetzungen (mindestens Durchschnitt von 3,0 in den Kernfächern) in berufliche Gymnasien [Wirtschaftsgymnasium (WG), Technisches Gymnasium (TG), Ernährungswissenschaftliches Gymnasium (EG) und Agrarwissenschaftliches Gymnasium (AG)] überwechseln, um dort in der gymnasialen Oberstufe die allgemeine Hochschulreife (Abitur) zu erlangen. Besonders wichtig ist dabei: Mit dem Besuch des 5. Kernfaches Französisch an der RS sind die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt!
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